Dr./Belgien
Rebecca Bahadori

Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

Schwerpunkt Psychotraumatherapie

Unser Behandlungs­angebot

Kinder- und Jugendpsychiatrie

Grundlage der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist es, psychische und psychosomatische, Störungen, welche in der Kindheit oder Adoleszenz auftreten, vorzubeugen, zu diagnostizieren und zu behandeln.

Eine kinder- und jugendpsychiatrische Abklärung ist unter anderem in folgenden Fällen zu empfehlen:

  • Körperliche Schmerzen, die nicht durch organische Ursachen zu erklären sind und somit ihren Ursprung in der Psychosomatik haben.
  • Kinder und Jugendliche verhalten sich auf eine für die aktuelle Entwicklungsphase untypische Art und Weise.
  • Symptome wie Ängste, Traurigkeit, sozialer Rückzug sind stärker ausgeprägt als bei anderen Kindern im gleichen Alter.
  • Soziale Beziehungen zu Gleichaltrigen leiden.
  • Es besteht ein selbstverletzendes oder aggressives Verhalten.
  • Aufgrund von Konzentrationsschwierigkeiten lassen schulische Leistungen deutlich nach.
  • Es kommt zu längeren Fehlzeiten in der Schule oder in der Ausbildung.
  • Die Verhaltensauffälligkeiten sind nicht vorübergehend, sondern treten wiederholt über einen längeren Zeitraum auf.

Unsere Leistungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie im Überblick:

  • Kinder- und Jugendpsychiatrische Diagnostik (u. a. Diagnostik der Entwicklung und des Sozialverhaltens, Interaktions- und Beziehungsdiagnostik)
  • Spezifische Testdiagnostik
  • Kinder- und Jugendpsychiatrische Behandlung
  • Medikamentöse Therapie 
  • Koordination und Begleitung des therapeutischen Prozesses
  • Erstellung von individuellen Therapieplänen
  • Beratung von Bezugspersonen
  • Intervention bei psychosozialen Krisen
  • Koordination entwicklungstherapeutischer Maßnahmen wie Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie und Psychomotorik
  • Sozialpädagogische Beratung

Außerhalb der Kassenleistungen bieten wir folgende individuelle Leistungen an:

  • Schullaufbahnberatung
  • Schulreifeuntersuchung
  • Untersuchung auf Hochbegabung / IQ – Testung
  • Gruppen - Coaching für Eltern
  • Supervision

Ablauf der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Diagnostik

  1. Bei der Erstvorstellung führen wir zunächst ein ausführliches Gespräch zur aktuellen Problematik und zu der Entwicklungsgeschichte des Kindes gemeinsam mit den Bezugspersonen (Mutter, Vater, andere Bezugsperson) und dem Kind/Jugendlichen durch. 
  2. Auf besonderen Wunsch kann ein Gespräch mit den Eltern/Bezugspersonen, ohne Anwesenheit des Kindes/Jugendlichen geführt werden.
  3. Bei einem Folgetermin führen wie eine testpsychologische Untersuchung durch, um den kognitiven und sprachlichen Entwicklungsstand des Kindes zu überprüfen.
  4. Im Abschluss Termin findet die Befundbesprechung und Beratung statt und evtl. Empfehlungen für weitergehende Diagnostik.
  5. Für die Erstvorstellung und Testdiagnostik sollten 90-120 Minuten eingeplant werden. Die Folgetermine dauern in der Regel 40 – 50 Minuten.

Bitte

 die Krankenversicherungskarte (KVK)

 bereits vorliegende Untersuchungsbefunde

 Kopien der Schulzeugnisse

 weitere Berichte

zum Erstvorstellungstermin mitbringen.

Psychotherapie

An den aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaft orientiert, behandeln wir folgende Störungen:

Reaktionen auf belastende Ereignisse: Schwerpunkt Traumatherapie

  • Depressionen
  • Angststörungen
  • Zwangsstörungen
  • Tic Störungen
  • Eßstörungen (Magersucht / Bulimie)
  • Hyperkinetischem Syndrom (ADS, ADHS)
  • Störung des Sozialverhaltens
  • Pubertäre Krisen
  • Suchtstörungen

Als auch andere Verhaltensprobleme. 

In diesem Zusammenhang bieten wir:

  • Einzeltherapien
  • Gruppentherapien wie u. a. Soziales Kompetenztraining bzw. Störungsspezifisches Gruppentraining

In der Psychotherapie mit Kindern setzen wir Spiele, kreative Techniken wie Malen und Basteln als auch Körperübungen ein, da diese Kindern, besser als reine Gespräche, verhelfen ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken.

Psychotraumatherapie

Bei einem Trauma, wie einen Unfall, Missbrauch oder Misshandlung kann es sich um ein einmaliges Ereignis handeln oder aber das traumatische Ereignis hat wiederholt über einen langen Zeitraum stattgefunden.
Als Folge von traumatischen Erfahrungen können Kinder oder Jugendliche Verhaltensauffälligkeiten in mehreren Lebensbereichen entwickeln. Es sind normale Reaktionen auf unnormale Ereignisse. Wenn die Verhaltens­auffälligkeiten länger als einen Monat fortbestehen, spricht man von einer Traumafolgestörung. In diesem Fall ist eine Traumatherapie meistens sinnvoll und notwendig. 

Unser Ziel ist es, dabei zu helfen, die Belastungssymptome nach dem Erleben traumatischer Ereignisse zu überwinden. Hierbei arbeiten wir ressourcenorientiert und multimodal. Neben der Verarbeitung des traumatischen Ereignisses geht es vor allem um eine Stärkung von Kompetenzen, um einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft zu entwickeln. Bei jüngeren Kindern und Jugendlichen werden die Eltern oder andere Bezugspersonen mit einbezogen. Unser äußerstes Ziel ist es die individuellen Bedürfnisse zu respektieren und fürsorglich mit Belastung und Überforderung umzugehen.

In den ersten Tagen und Wochen begleiten wir Sie gerne und helfen Ihnen wieder Orientierung und Halt zu finden.

Wir helfen auch einzuschätzen, welche Therapieform oder Beratung passend für Sie und Ihr Kind ist.
Wir setzen ausschließlich Therapiemethoden ein, deren Wirksamkeit wissenschaftlich nachgewiesen wurde und die somit von der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) und von internationalen Leitlinien empfohlen werden.

Mehr über Psychotraumatherapie für Kinder und Jugendliche

Was genau passiert in einer Psychotraumatherapie?

Es findet zunächst eine ausführliche kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik mit dem Kind oder Jugendlichen und mit den Eltern oder Bezugspersonen statt, so dass die Belastung erfasst und der Behandlungsbedarf festgestellt werden kann.

  1. Zunächst informieren wir über die Ursachen der bestehenden Probleme und über die Wirkungsweise der Therapie. Den jungen Patienten vermitteln wir Strategien, die Ihnen Entlastung und Sicherheit geben. Sie lernen sich zu entspannen und mit überflutenden Gefühlen und belastenden Gedanken umzugehen. Den Eltern vermitteln wir Hilfestellung für schwierige Erziehungssituationen. 
  2. Dann helfen wir über die traumatischen Ereignisse zu sprechen. Dadurch nehmen die belastenden Gefühle und die ungewollten Erinnerungen ab und Ängste werden überwunden.
  3. Darauffolgend lernen Kinder und Jugendliche, wie sie ihr Leben künftig sicher und zufriedenstellend gestalten können. 

Je kleiner die Kinder, desto enger ist die Arbeit mit den Eltern/Bezugspersonen. Jugendliche brauchen in der Regel weniger Unterstützung durch die Erwachsenen.

Wir behandeln traumatisierte Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 21 Jahren.

Sozialpsychiatrische Versorgung

Die Sozialpsychiatrie-Vereinbarung ist eine von der kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die gesetzlichen Krankenkassen (GKV- SV) beschlossene Maßnahme zur Verbesserung der sozialpsychiatrischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen.

Ziel ist es, die psychiatrische und psychologische Behandlung und Beratung von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen und ihren Eltern durch ein „multi - professionelles Team“, d. h. durch Fachärzte und Fachärztinnen in enger Zusammenarbeit mit weiteren, unterschiedlich therapeutisch qualifizierten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, zu gewährleisten.
Mit Hilfe unseres interdisziplinärem Teams aus einer Fachärztin, einer Psychologin und Pädagogen mit langjähriger therapeutischer Erfahrung, übernehmen wir die ambulante Betreuung und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit neurologischen, psychischen und sozialen Auffälligkeiten sowie deren Familien. Je nach Bedarf erfolgt die Konsultation von Logo- Physio- und Ergotherapeuten oder weiterer Spezialärzte.

Im Einverständnis mit den Sorgeberechtigten arbeiten wir mit dem weiteren sozialen Umfeld der Patienten zusammen; dazu gehören insbesondere Kindergärten und Schulen, Erziehungsberatungsstellen, weitere Einrichtungen der Jugendhilfe, Frühförder-Zentren, Selbsthilfegruppen einschließlich Lebenshilfe, Sozialhilfe und den Organen der Rechtspflege.

Somit können wir differenziert und individuell auf die Bedürfnisse unserer Patienten und ihrer Eltern / Bezugspersonen eingehen.

Das Wohl des Patienten und seiner Sorgeberechtigten, sowie sein informelles Selbstbestimmungsrecht verstehen wir bei all diesen Kooperationen als oberste Richtschnur unseres Handelns.

Supervision

Für Fachpersonen der medizinischen und/oder psychosozialen Berufen einschließlich Studierende besteht die Möglichkeit der Systemischen Supervision und Coaching.